2023-Über die Wupper …

Über die Wupper …

Schon seit der Antike wird „über einen Fluss gehen“ als Synonym für „sterben“ verwendet. Etwa in „über den Jordan gehen“ – „über die Wupper gehen“ ist also quasi die bergische Version des Sprichworts. 

Nicht ganz so alt – aber immer noch ziemlich alt – ist dieser Ursprung der Redewendung: Im 18. Jahrhundert war die Wupper der Grenzfluss zwischen dem rheinischen Herzogtum Berg und der preußischen Grafschaft Mark. Hier ließ der preußische König Friedrich Wilhelm I. Scharen von jungen Männern für das Militär zwangsrekrutieren. Kriegsverweigerer, die diesem Zwangseinzug entgehen wollten, flohen von der märkischen Wupperseite auf die bergische, wo ihnen kein Militärdienst drohte. 

Nicht immer drohte Krieg, manchmal auch einfach nur die Insolvenz: Laut dieser Theorie mussten Geschäftsleute früher „über die Wupper“ gehen, wenn sie beim Amtsgericht auf der Gerichtsinsel die Insolvenz beantragen mussten.

Schon etwas schauriger: Früher, so heißt es im Volksmund, habe es in Wuppertal ein Gefängnis gegeben, dessen Todestrakt nur über eine Wupperbrücke zu erreichen gewesen sei. Wer hier „über die Wupper ging“, kam in der Regel nicht lebend zurück.

Eröffnung der Ausstellung

Am 16.09.2023 wurde die Ausstellung durch die Vorsitzende Ute Küppersbusch eröffnet. Sie schlug einen Bogen von den Anfängen des Vereins über ihre Zeit des Vorsitzes bis zum heutigen Tage. Es wurde der verstorbenen Mitglieder des Vereins gedacht und in alten Kalalogen geblättert. Noch einmal kamen die Mitglieder des Vereins mit Besucherinnen und Besuchern zusammen und betrachteten gemeinsam die virtuelle Ausstellung.

Nachfolgende können Sie im Nachhinein immer noch teilhaben. Und wie immer bei den virtuellen Ausstellungen gilt, ein Klick auf das Bild öffnet die Medienschau. Von dort können Sie mit Klick auf die „>“ und „<“ -Icons oder den -Tasten entsprechend vor („>“ ) und zurück („<„) navigieren.


Arbeiten der Künstler:innen

Hans-Joachim Uthke


Ute Küppersbusch

Arbeiten aus 2022 und 2023 zum Abschied.

Feuertod des Friedens

Der japanische Kranich wurde in der Nachkriegszeit zu einem Symbol für Frieden und Harmonie. Nach der japanischen Legende von Sadako hat man einen Wunsch frei, wenn man tausend Papierkraniche faltet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kranich durch die Geschichte des Schulmädchens Sadako Sasaki und ihrer tausend Origami-Kraniche zum Symbol des Friedens und der unschuldigen Opfer des Krieges. Als Folge des Atombombenangriffs auf Hiroshima erkrankte sie an Leukämie und wusste, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte. 
Meine Kraniche sind aus chinesischem Höllengeld gefaltet. Höllengeld ist ein Brandopfer an die Gegenwelt, um sie wohlmeinend zu stimmen.

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Selbst bei 200 km Fernsicht fehlt einem manchmal der Durchblick

Ein vorhandenes Eisenobjekt mit Ausblick auf eine Landschaft wird mit einem Inlay aus Holz und Kordel seiner ursprünglichen Funktion enthoben. Durch- und Ausblick gibt es nur noch durch winzige Quadrate und nahes Herantreten.

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Temporärer Raum – auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg

Entstanden an drei Tagen anläßlich eines Projektes, verschiedene Garne.

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Auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg – auf 2 Dimensionen reduziert

Verschiedene Garne auf Arbeitsbock.

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Nur wer die Wurzeln kennt, weiß um die Kraft der Zweige (P. Amendt)

Eine knorrige Wurzel, eingesponnen, verbunden, gefesselt, gehalten … von Bändern aus Bast in den Farben Blau und Gelb. In der Summe der Einzelnen und im Zusammenhalt Aller liegen Kraft und Zukunft.

Diese Arbeit ist ein „work in process“. Je nachdem, wie sich das Geschehen in der Ukraine entwickelt, werde ich das Werk ggf. verändern. So kann es sein, dass sie in einigen Monaten anders aussieht. Die jetzige Form bleibt jedoch so, wie sie ist, erhalten.


Uwe Dreyer


Sabine Clemens


theater&mehr | jörg Pauli

Braucht es noch Künstler:innen, die sich in Vereinen zusammentun, wenn es doch nun KI gibt? Eine Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Es braucht aber klare Regeln dazu. Wem gehört das Urheberrecht an den Werken? Die KI lernt ja nur mit Hilfe bereits bestehender Kunstwerke, die ungefragt zum Anlernen der KI verwendet wurden. Und KI ist als Begriff eigentlich falsch. Es ist ja keine künstliche Intelligenz, sondern eine simulierte, also eine SI. Nachfolgend also Bilder zum BKB-Thema „Über die Wupper …“ inkl. der Assoziationen aus der SI-Schmiede crayon.


Mariele Koschmieder

Arbeiten der letzten beiden Jahre.


Helga von Berg-Harder


Marlies Rube